Liebe Alle,
Die KI – die künstliche Intelligenz – wird derzeit an vielen Stellen kritisch betrachtet, und das auch aus meiner Sicht völlig zu Recht: Sie kann zur Vereinsamung führen, zur Entmenschlichung beitragen und uns voneinander entfernen. Bei unbewusstem Umgang wird sie das ganz sicher auch tun.
Doch was wäre, wenn wir die Perspektive umkehren?
Statt uns zu fürchten, könnten wir der KI sogar danken. Denn sie kommt ohnehin – sie ist nicht aufzuhalten. Und vielleicht liegt gerade darin ihre tiefere Bedeutung:
Die KI fordert uns heraus, wirklich menschlich zu werden. Und sie wird uns zukünftig mehr und mehr zeigen, wo wir es noch nicht sind.
Damit stellt sie uns eine zentrale Frage:
Was macht das Menschliche eigentlich aus?
Ist es nicht genau das, was sich nicht berechnen lässt?
Schönheit. Widersprüchlichkeit. Verletzlichkeit.
Leiblichkeit und Sinnlichkeit.
Vergänglichkeit – die Tatsache, dass wir sterblich sind.
Fehlerhaftigkeit. Berührbarkeit.
Und es wird vermutlich nicht mehr lange dauern, bis eine weitere Frage drängend wird:
Woran erkennen wir noch den Unterschied zwischen Mensch und Maschine?
Ein zentraler Gedanke der Anthroposophie gibt hier eine klare Richtung:
Der Mensch ist zu freiem, selbstbestimmtem Handeln fähig.
Wir handeln aus uns selbst heraus.
Aus Freiheit.
Aus Mitgefühl, aus einem inneren Wahrheitsimpuls.
Aus einem Antrieb, der nicht programmiert ist und sich auch nicht selbst programmiert.
Die KI hingegen bleibt – bei aller Leistungsfähigkeit – ein Werkzeug, vorausgesetzt, wir bleiben uns dessen bewusst.
Gerade in echter Gemeinschaft wird dieser Unterschied am einfachsten und am besten erfahrbar:
Dort zeigen sich nicht nur Schönheit, Sinnlichkeit und Mitgefühl, sondern eben auch Unvollkommenheit, gegenseitiges Triggern und Reibung – und darin zugleich das zutiefst Menschliche. Gemeinschaft ist der Raum, in dem wir lernen, Menschlichkeit zu erkennen, zuzulassen und zu entwickeln.
In dieser Form der Gemeinschaftsbildung geht es nicht um Harmonie oder Gleichklang, sondern um etwas Radikaleres: dass sich freie Menschen in ihrer Unterschiedlichkeit wirklich begegnen – ohne sich anzupassen, sondern in der Verbindung mit einem individuellen, echten Gegenüber.
Erwachen am Seelisch-Geistigen des Anderen.
Genau das erlernen und üben wir in unseren Workshops – insbesondere im Kontext des Umgekehrten Kultus.
Dazu lade ich dich herzlich ein:
1-Tages-Workshop
Die Praxis des Umgekehrten Kultus
26. April 2026 | 9:00 – 17:30 Uhr
Fokus:
Kennenlernen und erstes Erleben von anthroposophischer Gemeinschaftsbildung (Umgekehrter Kultus) & Gemeinschaftsbildung nach M. Scott Peck.
Und dann 2 Intensivworkshops in besonders kraftvollen Umfeldern – an aussergewöhnlich schönen Orten, die die Arbeit auf mehreren Ebenen unterstützen:
Intensiv-Workshops (2,5 Tage)
Schloss Hohenfels – Weltenwandler Tagungszentrum
(Nähe Bodensee; Deutschland)
2. – 4. Oktober 2026
InsLot – Zentrum für Heilung und Bewusstsein
(in Ins, zwischen Bieler See, Neuenburger See, Murtensee; Schweiz)
30. Oktober – 1. November 2026
Hinweis:
Die Early-Bird-Tarife zu den Workshops sind zwar noch eine Weile hin – die Zimmerkapazitäten sind jedoch begrenzt. Wer eine grössere Auswahl bei der Unterkunft haben möchte, sollte sich frühzeitig anmelden – erste Buchungen gehen bereits ein.
Vielleicht ist genau jetzt die Zeit, neu zu lernen, was es heisst, Mensch zu sein –
nicht im Gegensatz zur Technik, sondern im bewussten Gegenüber zu ihr.
Herzliche Grüsse und hoffentlich bis bald irgendwo hier oder dort,
Andreas
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KI und Gemeinschaft: Ein Aufruf, menschlich zu werden